Heimelige 1%

1. Mai 2009

Eben durfte ich auf heise lesen, dass ich zu eventuell elitären 1 Prozent Nutzern gehöre, die auf ihrem Desktop Linux als Betriebssystem nutzen. So jedenfalls, meint es Net Appilcations in ihrem Market Share Report. Ich schaue in mein Innerstes und frage mich, was mich daran bewegt. Bin ich nun raus aus dem Eck in dem die Nerds stehen? Bekomme ich nun weniger Pickel? Oder gar eine Freundin?

Auf der einen Seite freue ich ich für die Community und auf der anderen Seite habe ich Angst vor den Menschen die Linux nutzen, nur weil es „umsonst“ ist. Ich sehe aber sicher mehr Vorteile darin, dass viele Menschen Linux nutzen, und zwar ohne nach deren Grund zu fragen, als dass ich Nachteile darin sehe, dass sie sich etwas bedienen, das sie kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da, doch weiß ich sehr wohl, wie elitär sich manch einer fühlt, der keine Rodmond-Software auf seinem Computer laufen hat.

Letzten Endes wünsche ich mir, dass es einen gesunden Pluralismus bei den Betriebssystemen geben würde und die Menschn darüber mehr Informationen erhalten, ja geradezu wünschen würden. Doch bin ich mir ebenso bewusst, dass sicher 90% irgendetwas nutzen würden, damt sie ihre Bedürfnisse hinsichtlich Kommunikation, Spiele und wasweißichnoch befriedigen können.

OMG! Ich bin auch so ein elitärer Schnösel! Lasst die Windows-User Windows nutzen! Sie nutzen auch All-Inclusive Angbote, stören sich nicht an DRM, umgehen Kopierschutz ohne schlechtes Gewissen und glauben, dass es alles umsonst geben müsse was man nicht mit Händen greifen kann! Boing!

Egal, ich fühle mich wohl, bei den 1% Desktopnutzern und bin häufig hier im Fedora-Forum unterwegs. Also, wer mal helfen will die Statistik auf 2% zu erhöhen: immer hereinspaziert! Das gilt auch für die Windows-DAUs!

Update: Inzwischen hat auf Golem Wind davon bekommen.